Belastete Kanalnetze
Bei hohen Niederschlagsmengen können Spitzenabflüsse entstehen, die Kanalisationen, Kläranlagen und Gewässer erheblich belasten.
Güthler Ingenieure verbindet klassische Ingenieurplanung mit Forschung, technischen Eigenentwicklungen und neuen Ansätzen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft.
Technischer Fortschritt entsteht nicht allein am Schreibtisch. Er entsteht aus konkreten Aufgabenstellungen, praktischer Erfahrung und der Bereitschaft, bekannte Lösungen neu zu denken.
Güthler Ingenieure beschäftigte sich deshalb bereits früh mit der Frage, wie vorhandene Entwässerungssysteme intelligenter genutzt, hydraulische Belastungen reduziert und kostspielige Erweiterungen vermieden werden können.
Aus dieser Verbindung von Planung, Forschung und praktischer Anwendung entstanden eigene technische Entwicklungen, Versuchsanlagen sowie Kooperationen mit Kommunen, Hochschulen und weiteren Partnern.
Forschung ist für uns kein Selbstzweck. Sie soll konkrete Probleme lösen und zu wirtschaftlichen, ressourcenschonenden und dauerhaft tragfähigen Ergebnissen führen.
Entwässerungs- und Infrastruktursysteme müssen steigende Anforderungen bewältigen, ohne dass vorhandene Ressourcen unbegrenzt erweitert werden können.
Bei hohen Niederschlagsmengen können Spitzenabflüsse entstehen, die Kanalisationen, Kläranlagen und Gewässer erheblich belasten.
Der Bau zusätzlicher Speicher- und Rückhaltebauwerke kann mit hohen Kosten, großem Flächenbedarf und aufwendigen Eingriffen verbunden sein.
Gleichzeitig bleiben in bestehenden Netzen Rückhalte- und Speichervolumen ungenutzt, die technisch aktiviert werden können.
Ein Verfahren zur intelligenten Aktivierung vorhandener Retentionsvolumen in Entwässerungssystemen.

Das HydrOstyX®-Verfahren verändert und steuert das Abflussverhalten in Kanalnetzen. Vorhandene Rückhaltevolumen können aktiviert und gezielt zur Regen- beziehungsweise Mischwasserbehandlung eingesetzt werden.
Dadurch lassen sich hydraulische Belastungsspitzen vermindern, Zuflüsse vergleichmäßigen und vorhandene Anlagen effizienter nutzen.
Bereits vorhandener Speicherraum im Kanalnetz wird technisch nutzbar gemacht.
Spitzenzuflüsse zu Kläranlagen und Vorflutern können gebrochen oder vergleichmäßigt werden.
Bestehende Infrastruktur wird besser genutzt und der Bedarf zusätzlicher Bauwerke kann reduziert werden.
Eine kontrolliertere Abflusssteuerung unterstützt eine verbesserte Mischwasserbehandlung.
Das Verfahren nutzt vorhandene Kapazitäten und aktiviert diese gezielt für die Abflusssteuerung.
Das Kanalnetz und die verfügbaren Retentionsvolumen werden hydraulisch untersucht.
Geeignete Volumen werden durch technische Armaturen und Speicherkaskaden nutzbar gemacht.
Abflüsse werden verändert, verzögert und auf die hydraulischen Anforderungen abgestimmt.
Spitzenabflüsse und Belastungen nachgelagerter Anlagen können reduziert werden.
Zum Verfahren gehören eigens entwickelte beziehungsweise angepasste Armaturen zur gezielten Beeinflussung des Abflusses.

Die Abflussbremse dient der kontrollierten Verzögerung und Regulierung von Abflüssen. Sie unterstützt die gezielte Aktivierung von Speicherraum im Kanalnetz.

Die Schwingbremse ermöglicht eine dynamische Beeinflussung des Abflussverhaltens und wurde für besondere hydraulische Einsatzbedingungen entwickelt.
Die Entwicklung und Erprobung innovativer Verfahren erfordert wissenschaftliche Grundlagen, reale Versuchsanlagen und kommunale Anwendungsmöglichkeiten.
Güthler Ingenieure arbeitete hierfür mit Hochschulen, Städten, Gemeinden, Zweckverbänden und weiteren Projektpartnern zusammen.
Im Rahmen eines europäischen LIFE-Umweltprojekts wurde die Funktionsweise des Verfahrens unter unterschiedlichen Voraussetzungen demonstriert und praktisch erprobt.
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden im Umfeld innovativer, modellhafter und umweltentlastender Lösungen unterstützt.

Die technische Erprobung und wissenschaftliche Untersuchung erfolgte unter anderem an einer Versuchsanlage im Wasserbaulabor der Hochschule Konstanz.
Die Innovationsgeschichte ist das Ergebnis einer schrittweisen Verbindung von Planungserfahrung, Forschung und Anwendung.
Ausgangspunkt war die Frage, wie bereits vorhandene Rückhaltevolumen in Kanalnetzen gezielt aktiviert werden können.
Aus den hydraulischen Konzepten entstanden technische Komponenten und unterschiedliche Verfahrensvarianten.
Versuchsanlagen ermöglichten es, Funktionsweisen zu untersuchen und die technischen Grundlagen weiterzuentwickeln.
Förderprojekte schufen die Grundlage für Demonstration, Weiterentwicklung und Anwendung unter realen Bedingungen.
Das Verfahren wurde in verschiedenen kommunalen Entwässerungssystemen umgesetzt und an unterschiedliche örtliche Anforderungen angepasst.

Die Stiftung Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw zeichnete Güthler Ingenieure für die Entwicklung umweltoptimierter Systeme im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft aus.
Die Auszeichnung würdigte die Erarbeitung und Umsetzung herausragender und richtungsweisender Entwicklungen.
Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw
Auszeichnung für umweltoptimierte Systeme
Schwerpunkt Siedlungswasserwirtschaft und HydrOstyX®
Die Erfahrung aus Forschung und Entwicklung fließt direkt in die tägliche Planungsarbeit ein.
Vorhandene Infrastruktur und bestehende Potenziale werden frühzeitig in die Lösungsfindung einbezogen.
Technische Anforderungen werden mit Flächenbedarf, Materialeinsatz und Umweltwirkung gemeinsam betrachtet.
Erfahrung, Berechnung und Innovationskompetenz schaffen eine fundierte Grundlage für langfristige Investitionen.
Sprechen wir über Ihre Aufgabenstellung und darüber, wie aus vorhandenen Strukturen neue, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen entstehen können.

