Belastete Kanalnetze
Bei hohen Niederschlagsmengen können Spitzenabflüsse entstehen, die Kanalisationen, Kläranlagen und Gewässer erheblich belasten.
Güthler Ingenieure verbindet klassische Ingenieurplanung mit Forschung, technischen Eigenentwicklungen und neuen Ansätzen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft.
Technischer Fortschritt entsteht nicht allein am Schreibtisch. Er entsteht aus konkreten Aufgabenstellungen, praktischer Erfahrung und der Bereitschaft, bekannte Lösungen neu zu denken.
Güthler Ingenieure beschäftigte sich deshalb bereits früh mit der Frage, wie vorhandene Entwässerungssysteme intelligenter genutzt, hydraulische Belastungen reduziert und kostspielige Erweiterungen vermieden werden können.
Aus dieser Verbindung von Planung, Forschung und praktischer Anwendung entstanden eigene technische Entwicklungen, Versuchsanlagen sowie Kooperationen mit Kommunen, Hochschulen und weiteren Partnern.
Forschung ist für uns kein Selbstzweck. Sie soll konkrete Probleme lösen und zu wirtschaftlichen, ressourcenschonenden und dauerhaft tragfähigen Ergebnissen führen.
Entwässerungs- und Infrastruktursysteme müssen steigende Anforderungen bewältigen, ohne dass vorhandene Ressourcen unbegrenzt erweitert werden können.
Bei hohen Niederschlagsmengen können Spitzenabflüsse entstehen, die Kanalisationen, Kläranlagen und Gewässer erheblich belasten.
Der Bau zusätzlicher Speicher- und Rückhaltebauwerke kann mit hohen Kosten, großem Flächenbedarf und aufwendigen Eingriffen verbunden sein.
Gleichzeitig bleiben in bestehenden Netzen Rückhalte- und Speichervolumen ungenutzt, die technisch aktiviert werden können.
ABFLUSSBREMSE FÜR ENTWÄSSERUNGSSYSTEME
Eine von Harald Güthler entwickelte Lösung zur Aktivierung vorhandener Rückhaltevolumen in Entwässerungssystemen. Die Technik wird heute nicht mehr eingesetzt.

Die von Harald Güthler entwickelte Abflussbremse veränderte und steuerte das Abflussverhalten in Kanalnetzen. Dadurch konnten vorhandene Rückhaltevolumen aktiviert und gezielt für die Regen- und Mischwasserbehandlung genutzt werden.
Das Verfahren konnte hydraulische Belastungsspitzen vermindern, Zuflüsse vergleichmäßigen und eine effizientere Nutzung vorhandener Anlagen ermöglichen. Die Technik wird seit einigen Jahren nicht mehr eingesetzt.
Bereits vorhandener Speicherraum im Kanalnetz wird technisch nutzbar gemacht.
Spitzenzuflüsse zu Kläranlagen und Vorflutern können gebrochen oder vergleichmäßigt werden.
Bestehende Infrastruktur wird besser genutzt und der Bedarf zusätzlicher Bauwerke kann reduziert werden.
Eine kontrolliertere Abflusssteuerung unterstützt eine verbesserte Mischwasserbehandlung.
Das Verfahren nutzt vorhandene Kapazitäten und aktiviert diese gezielt für die Abflusssteuerung.
Das Kanalnetz und die verfügbaren Retentionsvolumen werden hydraulisch untersucht.
Geeignete Volumen werden durch technische Armaturen und Speicherkaskaden nutzbar gemacht.
Abflüsse werden verändert, verzögert und auf die hydraulischen Anforderungen abgestimmt.
Spitzenabflüsse und Belastungen nachgelagerter Anlagen können reduziert werden.
Für die damalige Anwendung entwickelte und adaptierte Harald Güthler verschiedene Armaturen zur gezielten Regulierung von Abflüssen. Die dargestellten Komponenten werden heute nicht mehr eingesetzt.

Die Abflussbremse diente dazu, Abflüsse kontrolliert zu verzögern und zu regulieren. Dadurch konnten vorhandene Speicherräume im Kanalnetz gezielt aktiviert werden.

Die Schwingbremse ermöglichte eine dynamische Beeinflussung des Abflussverhaltens und wurde für besondere hydraulische Einsatzbedingungen entwickelt.
Die Entwicklung und Erprobung innovativer Verfahren erfordert wissenschaftliche Grundlagen, reale Versuchsanlagen und kommunale Anwendungsmöglichkeiten.
Güthler Ingenieure arbeitete hierfür mit Hochschulen, Städten, Gemeinden, Zweckverbänden und weiteren Projektpartnern zusammen.
Im Rahmen eines europäischen LIFE-Umweltprojekts wurde die Funktionsweise des Verfahrens unter unterschiedlichen Voraussetzungen demonstriert und praktisch erprobt.
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden im Umfeld innovativer, modellhafter und umweltentlastender Lösungen unterstützt.

Die technische Erprobung und wissenschaftliche Untersuchung erfolgte unter anderem an einer Versuchsanlage im Wasserbaulabor der Hochschule Konstanz.
Die Innovationsgeschichte ist das Ergebnis einer schrittweisen Verbindung von Planungserfahrung, Forschung und Anwendung.
Ausgangspunkt war die Frage, wie bereits vorhandene Rückhaltevolumen in Kanalnetzen gezielt aktiviert werden können.
Aus den hydraulischen Konzepten entstanden technische Komponenten und unterschiedliche Verfahrensvarianten.
Versuchsanlagen ermöglichten es, Funktionsweisen zu untersuchen und die technischen Grundlagen weiterzuentwickeln.
Förderprojekte schufen die Grundlage für Demonstration, Weiterentwicklung und Anwendung unter realen Bedingungen.
Das Verfahren wurde in verschiedenen kommunalen Entwässerungssystemen umgesetzt und an unterschiedliche örtliche Anforderungen angepasst.

Im Jahr 2005 erhielt das Güthler Ingenieurteam den Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw. Ausgezeichnet wurde eine von Harald Güthler entwickelte Lösung für eine umweltoptimierte Siedlungswasserwirtschaft.
Die Auszeichnung würdigte die innovative Nutzung vorhandener Rückhaltevolumen in Entwässerungssystemen. Die seinerzeit prämierte Technik wird heute nicht mehr eingesetzt.
Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw
Auszeichnung im Jahr 2005
Historische Entwicklung von Harald Güthler
Entwicklung für die Siedlungswasserwirtschaft
Die Erfahrung aus Forschung und Entwicklung fließt direkt in die tägliche Planungsarbeit ein.
Vorhandene Infrastruktur und bestehende Potenziale werden frühzeitig in die Lösungsfindung einbezogen.
Technische Anforderungen werden mit Flächenbedarf, Materialeinsatz und Umweltwirkung gemeinsam betrachtet.
Erfahrung, Berechnung und Innovationskompetenz schaffen eine fundierte Grundlage für langfristige Investitionen.
Sprechen wir über Ihre Aufgabenstellung und darüber, wie aus vorhandenen Strukturen neue, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen entstehen können.

